FDP macht Druck in Sachen Südumgehung

09.11.2010

Die Hamelner Liberalen interessiert vor allem, ob durch einen vorzeitigen Beginn der Trasse zwischen B 217 und B 1 eine schnellere Entlastung für Hilligsfeld und für das Nadelöhr Tunnelstraße erreicht werden kann. Hierzu erklärte Brockmann, dass dies nicht möglich sei, da die jetzigen Einwendungen auch den Naturschutz im Bereich der Hamelquerung betreffen. Diese Einwendungen werden zurzeit bearbeitet. Brockmann: „ Eine Trennung dieses Abschnitts ist daher nicht möglich und für das Gesamtvorhaben auch nicht zu empfehlen.“ Nach rechtskräftigem Beschluss wäre als erster Bauabschnitt die Umfahrung von Afferde zu bauen und zu befahren, wenn der Bund die Mittel für den Bauabschnitt bereitstellt, anschließend wäre voraussichtlich die Verbindung zur B 217 herzustellen. Stadtverbandsvorsitzende Ina Loth: „Für die FDP ist die Südumgehung auch zur Luftreinhaltung und Verringerung der Staubbelastung im Stadtbereich unverzichtbar.“

Nach den Berechnungen des Straßenbauamtes führen Basbergstraße/Fahlte/Reimerdeskamp zu einer Reduzierung des Verkehrs von über 1000 Fahrzeugen pro Tag, für die Pyrmonter Straße sogar von weit über 10 000. Dann bestehe die Möglichkeit zur Entlastung der Innenstadt und der Basbergstraße, den Verkehr zwischen B 83 Richtung Minden und B 1/B 217 statt über die durch Wohngebiete führende Nebenstrecke Basbergstraße/Fahlte/Reimerdeskamp über die B 83-Ortsdurchfahrt zur Südumgehung und damit zur B 1 und zur B 217 zu führen, meint Bauausschussmitglied Rüdiger Zemlin.

Weitere Mehrbelastungen sind nach seiner Auffassung zu befürchten, wenn die Ortsumgehungen entlang der B 1 zwischen Hameln und Hildesheim fertiggestellt sind. „Die Trasse B 1/B 83 könnte dann zu einer beliebten Verkürzung zwischen A 7 Bad Eilsen und A 2 Hildesheim/Salzgitter werden“, gibt der Liberale zu bedenken. Dann sei die Hamelner Südumgehung umso wichtiger. Brockmann erklärte, es gebe zwar noch keine verbindlichen Untersuchungen; vergleichbare Trassen im Bereich der Behörde hätten jedoch bisher zu keiner wesentlichen Mehrbelastung durch Mautflüchtlige geführt. „Wir erhalten mit der Südumgehung eine dringend notwendige Entlastung und müssen uns daher nachdrücklich für eine zeitnahe Realisierung einsetzen“, formulierte Ina Loth die Haltung der FDP.

Quelle: DEWEZET, Artikel vom 09.11.2010

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