Idee zur künftigen Nutzung des Hochzeitshauses

29.11.2011

Die Fraktionen der FDP im Kreistag Hameln-Pyrmont und des Ratess der Stadt Hameln schlagen im Hochzeitshaus die Einrichtung eines gemeinsamen Rats-/Sitzungssaales für Stadtrat und Kreistag sowie die Schaffung von Veranstaltungsräumlichkeiten zur Nutzung repräsentativer Veranstaltungen und Ausstellungen örtlicher kommunaler Gremien und Verbände im historischen Ambiente vor.

Seit dem Desaster der EWR mit der Folge einer Insolvenz, ist es der Stadt Hameln trotz mehrfachen Bemühens nicht gelungen, das Hochzeitshaus wirtschaftlich zu vermarkten bzw. auf andere Weise dauerhaft mit Leben zu erfüllen. Die vor Wochen erfolgte Absage eines Investors, dessen gastronomisches Engagement mit hoffnungsvollen Erwartungen begleitet wurde, steht am Ende einer Kette von Bemühungen. Projekte, die im Rahmen eines städtischen Ideenwettbewerbs in eine engere Wahl kamen, sind nach Auffassung beider Fraktionen und vieler Bürgern der Stadt nicht ausreichend geeignet, den kulturellen sowie touristischen Ansprüchen hinsichtlich der Nutzung des Hochzeitshauses recht zu werden.

Obwohl sich beide Fraktionen vorrangig immer für eine wirtschaftliche Nutzung des Hochzeitshauses ausgesprochen haben, scheint sich eine diesbezügliche Lösung mehr und mehr schwierig realisieren zu lassen, denn nicht nur Gründe des Denkmalschutzes, sondern auch das mehrere 100 Tsd. Euro erforderliche finanzielle Engagement eines Investors bedeuten ganz offensichtlich ein zu großes wirtschaftliches Risiko für potentielle Betreiber.

Ein ungenutztes Hochzeitshaus über weitere Monate hinweg, schadet dem Image der Stadt Hameln und der Region mit der Weserrenaissance als einem Markenzeichen des Tourismus und führt dazu auch zu einem großen Ärgernis in der Bevölkerung.

Soweit sich innerhalb der kommenden 4-5 Monate keine dauerhafte, seriöse wirtschaftliche Vermarktung abzeichnet, schlagen die beiden Fraktionen vor, im Hochzeitshaus u.a. sowohl einen gemeinsamen Rats-/Sitzungssaal für den Kreistag und den Stadtrat als auch Veranstaltungsräumlichkeiten zur Nutzung repräsentativer Veranstaltungen und Ausstellungen örtlicher Gremien und Verbände zu schaffen, um damit eine dauerhafte, an die Historie angelehnte Verwendung zu erreichen.

Damit würde nicht nur die Politik optisch und in gewisser Weise auch gesellschaftlich wieder in den Blickpinkt der Bürger und Bürgerinnen rücken, sondern es wäre auch gleichermaßen ein Zeichen der gemeinsamen historischen Verantwortung von Stadt und Landkreis gegenüber einem herausragenden Gebäude der Weserrenaissance.

Ein solcher Schritt bedeutet dazu auch nicht nur die Verteilung von finanziellen Belastungen auf zwei Schultern, sondern zugleich auch ein deutliches Zeichen einer künftigen Gemeinsamkeit von zwei der wichtigsten politischen Gremien des Landkreises.

Neben einer Einbeziehung der Bürger und Bürgerinnen in diesen Vorschlag, werden die beiden Fraktionen nach Beratungen in den jeweiligen Gremien einen entsprechenden Antrag im Kreistag und dem Rat der Stadt Hameln einbringen.

gez.
Heinrich Fockenbrock, Helmut Zeddies FDP Fraktion Kreis Hameln-Pyrmont
Hans-Wilhelm Güsgen, Herbert Habenicht FDP Fraktion Stadt Hameln

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