Ein „Tatmensch“ will Landrat werden

27.03.2011

Klaus-Peter Wennemann will Landrat werden. Wennemann, dessen offizielle Nominierung durch die Wahlkreismitgliederversammlung am 4. Mai nur noch eine Formsache ist, ist Dipl. Ökonom und selbstständiger Unternehmensberater. Zu den Stationen seiner beruflichen Laufbahn zählten die Deutsche Bank und das BHW. Vor einem Jahr trat er in die FDP ein. Er bezeichnet sich selbst als „Tatmensch, der etwas bewegen möchte, weil sich vom Kopfschütteln allein nichts ändert“. Darum habe er auch sofort zugesagt, als er von der Partei gefragt wurde, ob er zu einer Kandidatur bereit sei. Im bevorstehenden Wahlkampf soll Wennemann vor allem für die Präsenz der FDP sorgen und Stimmen für die Partei ziehen. „Bei dieser Kommunalwahl wird der Fokus stark auf die Landratswahl gerichtet sein“, sagt die FDP-Kreisvorsitzende Martina Tigges-Friedrichs. „Ohne eigenen Kandidaten würden wir als Partei nicht so wahrgenommen.“

Ob die Grünen sich dieses taktische Kalkül auch noch zueigen machen oder als einzige der etablierten Parteien auf einen eigenen Landratskandidaten verzichten, wird sich bei der bei der Kreismitgliederversammlung am 31. März zeigen. Die Kreisvorsitzende Anja Piel räumt zwar ein, dass durch die Entscheidung der FDP eine „etwas andere Gemengelage entstanden ist“. Doch unter Druck setzen lassen wolle sie sich dadurch nicht, zumal ein grüner Bewerber „doch gar keine realistische Chance hätte“. Inwieweit die Basis diese Auffassung teilt oder ob sich die Mehrheit „allein aus strategischen Überlegungen“ für die Nominierung eines Kandidaten aussprechen werde, „das vermag ich zurzeit nicht einzuschätzen“, sagt Piel.

Quelle: DEWEZET 27.03.2011 (Ni)

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