141 offene Stellen für die Schleckerfrauen

31.03.2012

Der FDP-Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Heinrich Fockenbrock, sagte gestern, er wolle „die Schlecker-Frauen dabei unterstützen, neue Arbeitsstellen zu finden“. So viele Nachteile, wie „durch die Kampagne weisgemacht werden soll, haben die Gekündigten gar nicht“. Fockenbrock sieht „gute Vermittlungschancen“ für die nunmehr ehemaligen Schlecker-Mitarbeiter: „Es gibt genügend Möglichkeiten, mit der Arbeitsagentur die Schlecker-Leute in Vollzeitarbeit zu bekommen.“

Auch der Hamelner FDP-Chef Klaus-Peter Wennemann zeigte sich gestern angesichts der derzeitigen Situation am Arbeitsmarkt „optimistisch, was die Vermittelbarkeit der Verkäuferinnen angeht“. Er bezeichnete jede einzelne Kündigung als „traurig“, sprach von „menschlichen Schicksalen“ und bezeichnete die Wut der Schlecker-Frauen als „nachvollziehbar“. Und dennoch: Wennemann hält es für richtig, dass es nicht zu einer Schlecker- Transfergesellschaft auf Kosten der Steuerzahler gekommen ist. Ansonsten hätten andere Arbeitslose einen Grund zu fragen, „warum sie nicht ebenfalls eine Sonderbehandlung bekommen“.

Tatsächlich gibt es im Bezirk der Arbeitsagentur Hameln, der von Stadthagen bis Holzminden reicht, derzeit 141 offene Arbeitsstellen im Einzelhandel – 105 davon sind Vollzeitstellen, 66 dieser Angebote liegen im Landkreis Hameln-Pyrmont. Von der Schlecker-Pleite sind in der Region 74 Mitarbeiterinnen betroffen. Die Chefin der Arbeitsagentur, Ursula Rose, sagt: „Für die Frauen, die sich bereits bei uns gemeldet haben, laufen konkrete Vermittlungsbemühungen. Es gibt Möglichkeiten im Einzelhandel. Natürlich ist ein neuer Arbeitsplatz erst einmal mit Veränderungen und möglicherweise zunächst auch mit Einbußen verbunden. Wo es notwendig ist, werden wir Weiterbildungen finanzieren. Damit bietet sich im Einzelfall auch die Chance, über Qualifizierung in ein völlig neues Berufsfeld einzusteigen.“

Quelle:Dewezet

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