SPD und FDP fürchten um den Rettungsdienst in Hameln

31.03.2015

Hameln (red). Im Streit um die von der Mehrheitsgruppe durchgesetzte Befristung von Arbeitsverträgen für elf bei der Stadt zu schaffende Rettungsassistenten-Stellen legt die SPD nach. Bei der Ratssitzung vor anderthalb Wochen mussten sich CDU, Grüne und Unabhängige schon den Vorwurf der „sozialen Kälte“ gefallen lassen. Jetzt unterstellt der finanzpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Wilfried Binder, der Gruppe, sie schüre mit ihrer Entscheidung nicht nur Ängste bei möglichen Bewerbern aus den Reihen des DRK, sondern „nimmt es billigend in Kauf, dass womöglich qualifizierte Kräfte aus unserem Bereich abwandern und ein Rettungsdienst in Hameln in Zukunft nicht mehr so aufgestellt ist, wie wir Bürger uns das wünschen“. Binder befürchtet, die gut qualifizierten DRK-Rettungsassistenten, die schon Interesse an einer Bewerbung signalisiert haben, könnten sich von den auf zwei Jahre befristeten Verträgen abschrecken lassen und anders orientieren.

Eine Sorge, die auch der Liberale Klaus-Peter Wennemann teilt. Es sei „schwer vorstellbar, wie man so hoch qualifiziertes und erfahrenes Personal akquirieren will“, sagt der Vorsitzende des FDP-Stadtverbandes Hameln.

Und genauso wenig könne er sich vorstellen, dass bisherige Mitarbeiter des DRK zur Stadt wechseln, wenn sie dort nur einen befristeten Arbeitsvertrag erhalten. Die Mehrheitsgruppe hatte ihre Entscheidung damit begründet, sie wolle sich in den zwei Jahren ein Bild davon machen, ob die Stadt tatsächlich elf Assistenten für die Sicherstellung des Rettungsdienstes brauche.

Quelle: DEWEZET 31.03.2012

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