Domeierhaus wieder instandsetzen

02.07.2014

Hoffnung fürs Domeierhaus

Sanierung durch Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ möglich?

Verspielt die Stadt Hameln ihr historisches Erbe? So jedenfalls sieht es Leser Peter Matthias und verweist auf das Domeierhaus an der Ecke Neue Marktstraße/Kleine Straße. „Eines der ältesten und schönsten Häuser in Hameln verfällt total“, ärgert er sich. Auch Hans Wilhelm Güsgen, FDP-Fraktionschef im Hamelner Rat, hatte das alte Fachwerkhaus, das mittlerweile zur Bauruine geworden ist, zum Thema gemacht und einen Antrag an die Stadt gestellt (wir berichteten). Er verwies auf das im Baugesetzbuch verankerte Instandsetzungsgebot und forderte, dass sich die Stadt dem Objekt annehme, um den Zustand zu ändern. „Natürlich haben wir ein Interesse dran, dass die Altstadt ein schönes Gesamtbild abgibt und die Häuser gepflegt sind“, erklärt Stadtsprecher Thomas Wahmes. „Gleichwohl tun sich Grenzen auf, wo es sich um Immobilien Dritter handelt“, schränkt er im Nachsatz ein. „Uns sind die Hände gebunden.“ Die Stadt könne nicht in fremdes Eigentum eingreifen. Lediglich, wenn durch das Gebäude – zum Beispiel durch herunterfallende Dachsteine – eine Gefahr ausgehe, „müssen wir etwas tun“, so der Stadtsprecher.

Hoffnung macht Wahmes mit dem Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz“. Wie berichtet habe die Stadt die Aufnahme in das vom Land initiierte Programm beantragt. „Wenn das greift, dann ist es möglich, dass die Stadt Hameln die Sanierung eines Gebäudes unterstützt“, betont der Stadtsprecher. Zwei Drittel der Ko-Finanzierung eines solchen Sanierungsprojekts würden dann vom Land beziehungsweise vom Bund getragen, den Rest steuere die Stadt bei.

Doch schon jetzt sei man in der Verwaltung aktiv, berate Eigentümer unter denkmalpflegerischen Gesichtspunkten. Ob die Immobilienbesitzer sich an die Stadt oder die zuständigen Verwaltungsmitarbeiter sich an die Eigentümer eines sanierungsbedürftigen Gebäudes wenden, darüber konnte Thomas Wahmes keine Auskunft geben.

Wie es im Fall des Domeierhauses weitergeht, dessen Eigentümer die Stadt ebenfalls nicht benennen darf, ist zu diesem Zeitpunkt reine Spekulation. Fest steht jedoch, dass das Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ ein erster Hoffnungsschimmer ist, mit dem auch die Stadt etwas Einfluss auf die Instandsetzung des altehrwürdigen Gebäudes in der Altstadt nehmen könnte.

Autor: von Karen Klages

aus der DEWEZET vom 02.07.2014

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